Nachgefragt – Interview mit Prof. Dr. Michael Weißhaupt


 

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Prof. Dr. Michael Weißhaupt - Moderator der Diskussions-Lounge mit Julius van de Laar

 

Welche Rolle spielt das Social Web in Ihren Alltag?

Michael Weißhaupt: Ich nutze die Möglichkeiten soziale Netzwerke um mit meinen “real life” Kontakten verbunden zu bleiben (XING für berufliche Kontakte, facebook für private Kontakte). Darüber hinaus betreffen die Möglichkeiten, die sich durch Web 2.0 ergeben auch mein berufliches Arbeitsfeld, den Bereich Human Ressource Management. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan und viele Unternehmen nutzen heute die neuen Technologien, um mit potenziellen Bewerbern, ihren eigenen Mitarbeitern oder anderen Statusgruppen in Kontakt zu treten bzw. mit diesen zu interagieren. Dadurch verändern sich viele Dinge im Dialog mit diesen Gruppen.

 

Wie wird sich Ihrer Meinung nach Politik zukünftig durch das Internet verändern?

Michael Weißhaupt: Durch die neuen technologischen Möglichkeiten kann sich die Art und Weise, wie in einer Demokratie kommuniziert und diskutiert wird, verändern. Inwiefern hierdurch neue Formen der Interaktion, Mitwirkung und –beteiligung entstehen können, wird die Zukunft zeigen.

 

Die größte Gefahr im Social Web sehe ich in….

Michael Weißhaupt: der Herausbildung monopolistischer, zentralistischer Strukturen auf Seiten der Anbieter, die sich der Kontrolle staatlicher Instanzen entziehen sowie alle Fragen rund um das Thema Datensicherheit/Verwendung von Userdaten.

 

Worauf sind Sie in Ihrer Diskussionslounge besonders gespannt?

Michael Weißhaupt: Auf die Herausarbeitung und Diskussion hoffentlich unterschiedlicher Standpunkte. Demokratie lebt von Meinungsvielfalt und Pluralität.

 

Vita

Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim. Studienschwerpunkte: Personal & Organisation und Wirtschaftspsychologie. Thema der Diplomarbeit: “Determinanten für die Präferenz von Personalauswahlverfahren”. Anschließend folgt die Promotion am Institut für Psychologie an der Universität Tübingen, Abteilung für Allgemeine und Angewandte Psychologie. Thema der Dissertation: “Impression Management in Einstellungsinterviews – Effekte verschiedener Selbstdarstellungstaktiken auf die Wahrnehmung und Beurteilung von Personen”. Danach tätig als Freiberuflicher Berater/Trainer im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung. Im Jahr 1998 dann der Wechsel zur IBM Deutschland GmbH (Stuttgart). Verschiedene Positionen im Bereich Human Ressources und Management Development. Seit März 2006 an der Hochschule der Medien (Stuttgart) als Professor für Psychologie, Personal & Organisation im Studiengang „Medienwirtschaft“.  Studiendekan im Studiengang Medienwirtschaft ab März 2009. Seit Oktober 2010 Prodekan an der Fakultät Electronic Media.

 

Benjamin Heinle /Masterstudent des Think Tank der HdM

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         



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