Nachgefragt – Interview mit Stephan Urbach


 

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Stephan Urbach - Referent zum Thema ” Social Media im Arabischem Frühling”

 

Welche Rolle spielt das Social Web in Ihrem Alltag?

Stephan Urbach: Durch das Social Web bin ich nie alleine. Egal wo ich bin, solange ich Empfang auf meinem mobilen Endgerät (oder ein offenes WLAN) habe, teile ich Erfahrungen, Informationen und Stimmung mit Menschen weltweit und zu fast jeder Zeit. Als Mitglied einer Subkultur und somit Außenseiter ist es nicht immer leicht an einem gesellschaftlichen Leben teil zu haben - durch das Social Web habe ich meine Peergroup immer in der Tasche.

 

Wie wird sich Ihrer Meinung nach Politik zukünftig durch das Internet verändern?

Stephan Urbach: Politik wird schneller, für den Einzelnen globaler, durchsichtiger und gleichzeitig auch so viel komplizierter. Informationoverflow und Kommunikation in 140 Zeichen, dazu die Aufmerksamkeit eines Eichhörnchens macht es für alle Akteure nicht leichter, sondern komplizierter. Auch im Netz müssen wir wieder zur Debatte zurück kehren, also wieder zu traditionelleren Formaten wie Blogs.

 

Die größte Gefahr im Social Web sehe ich in…

Stephan Urbach:.. den Menschen. Wie immer sind es Menschen, die wunderbare Dinge wie das Internet (und die dortige soziale Interaktion) kaputt machen.

 

 

Laura Kremer/Masterstudentin des Think Tank der HdM



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